42 Vive ¡Carajo! http://42vive.blogsport.de Sat, 11 Sep 2010 18:21:34 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en 18.September 2010 – Antirassistisches Fußballturnier in Ahrensburg http://42vive.blogsport.de/2010/08/03/18-september-2010-antirassistisches-fussballturnier-in-ahrensburg/ http://42vive.blogsport.de/2010/08/03/18-september-2010-antirassistisches-fussballturnier-in-ahrensburg/#comments Tue, 03 Aug 2010 06:43:27 +0000 Administrator Cafe Politik http://42vive.blogsport.de/2010/08/03/18-september-2010-antirassistisches-fussballturnier-in-ahrensburg/ Turnier wurde vorverlegt, startet jetzt schon um 14h!

Nach einem „schwarz-rot-geilen“ Frühsommer in dem mit überschwenglichem, „ablsolut positiven“, Partypatriotismus erst die Tommies nach Hause geschickt (eine späte Rache für Wembley ´66 oder in manchen Köpfen doch eher für z.B. Dresden ´45?!) und später die argentinischen Gauche-Steaks mit Solinger Edelstahlbesteck von „unseren Jungs“ verputzt wurden, nach Hitlergrüssen im Frankfurter Waldstadion, Übergriffen auf Jugendliche in Bad Freienwalde/Brandenburg oder Reichskriegsflaggen im niedersächsischen Haste wird es Zeit zu zeigen, dass Fußball auch anders geht! Gerade im sogenannten Hinterland gehört latenter Alltags- aber auch offener, ganz aggressiver Rassismus zum normalen Umfeld des Fußballs, dagegen wollen wir ein Zeichen setzen. Wir wollen die integrative Kraft dieses Sports in den Fordergrund stellen, wollen zeigen, dass es auch Umfelder geben kann, in denen sich niemand aufgrund seiner Herkunft, seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung von gesellschaftlichen Ereignis Fußball ausgeschlossen fühlen muss. Also wird am 18. September 2010 ein antirassisitisches Fußballturnier auf dem Sportplatz vor dem 42 , An der Reitbahn 2 in Ahrensburg stattfinden. Gespielt wird auf zwei Kleinfeldern mit 7er Toren. Die Teams spielen mit 5 Feldspielern + Torwart pro Spiel 8 Minuten. Anmeldung btte bis zum 15.09. per Mail an urbanjungle@live.de oder dienstags ab 17h und donnerstags ab 19h im 42. Ein Teamname wäre spitze! Startgeld beträgt 5,-€ pro Team. Neben dem Turnier wird es noch etwas Rahmenprogramm mit Essen und Infostand geben. Eventuell kommt auch noch ein Abend-/Nachtprogramm hinzu. Bierchen hinterher im 42 ist auf jeden Fall möglich.

Wer beim Fußball rassistische, chauvinistische oder anderweitig diskriminierende Meinung als normal und dazugehörig empfindet oder wer meint entsprechende Äusserungen „im Eifer des Gefechts“ nicht für sich behalten zu können, sollte lieber zu Hause bleiben. Während des Turniers wird das gesamte Team des oder der auffälligen sofort ausgeschlossen!

Nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel, also findet noch ein Punkrock-Konzert in den Hallen des 42 statt. Für erschwingliche 3,-€ gibt´s ab 21h:

Shellycoat
http://www.myspace.com/shellycoatband

The Eliminators
http://www.myspace.com/johnnyblackheartate

Irrenoffensive
http://www.myspace.com/irrenoffensive

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Nazi-Kundgebung am 17.07 gegen die Schulreform verhindern! http://42vive.blogsport.de/2010/07/12/nazi-kundgebung-am-17-07-gegen-die-schulreform-verhindern/ http://42vive.blogsport.de/2010/07/12/nazi-kundgebung-am-17-07-gegen-die-schulreform-verhindern/#comments Mon, 12 Jul 2010 14:51:47 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/07/12/nazi-kundgebung-am-17-07-gegen-die-schulreform-verhindern/ Für den 17.07.10 mobilisieren Neonazis der NPD und freien Kräfte für eine Kundgebung gegen die Schulreform. Unter billigen rassistischen Parolen fordern sie deutsche Bildungseliten und die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems.

Spätestens bis zum 18. Juli 2010 können alle wahlberechtigten Hamburger_innen – das heißt also eine große Anzahl von MigrantInnen sind davon ausgeschlossen – in einem Volksentscheid darüber entscheiden, ob Hamburger Schulkinder in Zukunft länger gemeinsam in der Primarschule lernen, oder ob sie weiterhin nach der vierten Klasse auf Sonder-, Haupt-, Realschule oder Gymnasium verteilt werden. Die 2009 (von allen Parteien außer FDP und NPD) beschlossene Schulreform soll die vierjährige Grundschule durch die sechsjährige Primarschule ersetzen und statt des viergliedrigen Schulsystems soll es in Zukunft nur noch zwei Schulformen – die exklusiven Gymnasien und die Stadtteilschulen, wobei Sonderschulen wie üblich vergessen werden – geben. Dagegen gründete sich bereits Anfang 2008 die Bildungselitäre Initiative „Wir wollen lernen“ die mit dem zur Zeit laufenden Volksbegehren die Schulreform aufhalten will…!

An dieser kontrovers geführten Debatte um die Schulreform wollen die Neofaschisten der Hamburger NPD nun mitmischen. Weiter auf: http://gewstudis.blogsport.de/2010/07/11/aktuell-nazi-kundgebung-am-17-07-gegen-die-schulreform-verhindern/

Da die Neonazis wissen, dass ihre Kundgebung nur unter massivem Schutz der Polizei stattfinden kann und aus Angst vor antifaschistischer Mobilisierung haben sie bis jetzt den Ort der Kundgebung nicht bekanntgegeben.
Hier wird es aber neuste Infos geben: http://antifahamburg.blogsport.de/

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02./03.07. 2010 – ein antirassistisches Gesamtkunstwerk http://42vive.blogsport.de/2010/07/05/02-03-07-2010-ein-antirassitisches-gesamtkunstwerk/ http://42vive.blogsport.de/2010/07/05/02-03-07-2010-ein-antirassitisches-gesamtkunstwerk/#comments Mon, 05 Jul 2010 14:08:12 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/07/05/02-03-07-2010-ein-antirassitisches-gesamtkunstwerk/ Es war einiges los am vergangenen Wochenende in und um Stormarn, hier ein kleiner Erlebnisbericht:
Los ging´s am Freitag um 16h mit einer antirassistischen Demo unter dem Motto „Bargteheide bleibt bunt!“. Als, leider verspätete, Gegenreaktion auf den Aufmarsch von ca. 50 Kanisterköpfen zwei Wochen zuvor fanden sich laut (fast) übereinstimmenden Berichten der Presse und des Orga-Teams vom „Bündnis gegen Rassismus“ ca. 500-600 Menschen in Bargteheide ein um ein deutliches und wirklich sehr buntes Zeichen zu setzen, dass rassistische und faschistische Tendenzen und Strukturen in Stormarn keinen Platz haben.
Nachdem die Polizei und die Verwaltung, allen voran Bürgermeister Görtz, der sich dafür auch noch feiern lässt, es zwei Wochen zuvor leider erfolgreich verhindert haben, dass den Nasen schon unmittelbar und vor Ort die Stirn geboten werden konnte, war der Widerspruch diesmal umso grösser, deutlicher und vorallem lauter!
Um 16h startete der Demo-Zug am Bargteheider Bahnhof und ging über die Bahnhofsstrasse und Rathausstrasse zum Marktplatz. Dort fand die Zwischenkundgebung mit Redebeiträgen des Bündnisses, des AJH´s, der JuSo´s, der Ehemaligen des AJH`s, der SPD- und CDU-Fraktion, sowie der Linken statt. Trotz oder gerade wegen des Versuchs der Medien und der Verwaltung die Demo als Demo gegen Gewalt und Extremismus umzudeuten, machten bis auf die CDU alle Redner deutlich, dass es hier um den Kampf gegen Rechts geht und zumindest auf lokaler Ebene wohl keiner ernsthaft das aktuell so angesagte Spiel, Linke und Alternative mit Rechten gleichzusetzen und damit zum einen Linke zu kriminalisieren und die Problematik von rechts zu verharmlosen, mitspielen möchte. Diese Ablehnung der aktuellen Bundespolitik, was dieses Thema bertrifft, schien an diesem Tag breite Zustimmung zu bekommen und das vom gesamten Spektrum der Demoteilnehmer.
Nach der Kundgebung ging es denselben Weg zurück zum Bahnhof, wo sich die Demo peu á peu auflöste. Das war auf jeden Fall ein deutliches Zeichen in Richtung der Faschos, dass sie sich zwar gerne weiter einbilden können, dass sie in Stormarn Fuss fassen können, die Realität sieht aber anders aus. Und das bleibt auch so!

Schon am frühen Samstagmorgen ging es weiter. Das Soziale Zentrum Norderstedt bat zum „Antirassistischen Fußballturnier“. Gerade vor dem Hintergrund der fahnenschwenkenden Massen aufgrund der Fußball-WM der Männer in Südafrika ist so ein ganz anderes Fußballturnier mehr als unterstützenswert.
Gegen 11°°h kamen wir in Norderstedt an und wurden von einem lustigen, wenn auch aufgrund unseres Auftritts mit Transpi und reichlich Anhang, etwas irritierten Häuflein begrüsst.
Gegen 12°°h ging´s dann endlich auf den Rasen. Die Gruppenphase überstanden wir sowohl auf, als auch neben dem Platz, auch dank tatkräftiger, gegenseitiger Unterstützung von und für das Team von der „Roten Szene Hamburg“ mit 3 gewonnenen und einem verlorenen Spiel. Die Niederlage sprechen wir aber eindeutig einer verfehlten und verfrühten Auswechseltaktik zu.
Im Viertelfinale sollte es dann gegen das Team von THC Texas gehen, auch eine sehr spassige Truppe von blutjungen Talenten und erfahrenen Haudegen, welche sich aber schlussendlich der „Magie“ unseres Teams geschlagen geben mussten. Im Halbfinale wartete dann das Team „Jacke wie Hose“ auf uns und rang uns, auch wiedermal unserer Unkonzetriertheit nach eigenen Toren sei Dank, ein 2-2 Unentschieden in letzter Sekunde ab. Im darauffolgenden Neunmeterschiessen versagten ausgerechnet unserem sichersten Schützen bei 6. Durchgang die Nerven und wir mussten uns mit dem Spiel um Platz 3 begnügen. Dieses „kleine Finale“ überliessen wir dann unseren Supportern, welche uns dann den 4. platz sicherten, was weit über unsere Erwartungen hinausging.
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an das SZ Norderstedt für die Orga, es war uns ein Fest.

Es war noch einiges mehr los, evtl. wird der Text auch noch ergänzt. Auf jeden Fall war dies ein sehr gutes Wochenende.

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http://42vive.blogsport.de/2010/07/05/02-03-07-2010-ein-antirassitisches-gesamtkunstwerk/feed/
Null Toleranz für Polizeiwillkür! http://42vive.blogsport.de/2010/07/01/null-toleranz-fuer-polizeiwillkuer/ http://42vive.blogsport.de/2010/07/01/null-toleranz-fuer-polizeiwillkuer/#comments Thu, 01 Jul 2010 20:22:30 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/07/01/null-toleranz-fuer-polizeiwillkuer/ Nach den Vorkommnissen der letzten Monate kündigte die Polizei jetzt eine „Null Toleranz“-Strategie gegen „politische Straftäter“ an – sowohl linke als auch rechte. Dass antifaschistischer Protest in Tostedt von der Polizei und den BewohnerInnen kriminalisiert wird, ist nichts Ungewöhnliches. Mit Polizeischikane diesen Ausmaßes sahen sich die Linken aber bisher noch nicht konfrontiert.

Schlagzeilen machte vor allem der Angriff auf das Wohnhaus eines jungen Antifaschisten am 23.5.10. Eine Gruppe von etwa 15 Neonazis versuchte, das Haus und die BewohnerInnen anzugreifen und traf dabei auf eine größere Gruppe angereister AntifaschistInnen, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Haus aufhielten. Einige mit Klappspaten bewaffnete Neonazis drangen dabei bis in den Hausflur ein, zwei AntifaschistInnen mussten mit Platzwunden ins Krankenhaus eingeliefert werden, eine Reihe weiterer Verletzungen wurde vor Ort behandelt.
Bei der Verteidigung des Hauses erlitten auch mehrere Neonazis schwere Verletzungen, mussten zum Teil von ihren „Kameraden“ weggetragen werden.
Das Wohnhaus war in der Vergangenheit schon öfter das Ziel gewaltbereiter Neonazis geworden. Mehrmals wurden Scheiben und Türen eingeworfen, einige Male versammelten sich vermummte Neonazis auf der Straße vor dem Haus, um den BewohnerInnen zu drohen. Der jüngste Angriff zeigt eine deutliche Radikalisierung der enthemmten und skrupellosen Neonazis, die sogar komplett ohne Vermummung auftraten und das Wohnhaus stürmten, obwohl sie sich mit der militanten Gegenwehr der AntifaschistInnen konfrontiert sahen.
Kurz darauf erreichten mehrere Streifenwagen der Polizei das Grundstück in Wistedt, allerdings nicht, um die Verfolgung der Neonazis aufzunehmen. Schon vor dem Angriff hatten sie willkürlich die Personalien einer angereisten Gruppe festgestellt. Jetzt drangen sie gewaltsam in den blutverschmierten Hausflur ein, probierten dabei sogar, einen hinter der Tür stehenden Antifaschisten ins Gesicht zu schlagen. Auch nach mehrmaliger Aufforderung waren die BeamtInnen nicht bereit, einen Durchsuchungsbefehl oder eine ähnliche Rechtfertigung für ihr Eindringen vorzuweisen, lediglich der überhebliche Spruch „wir dürfen das“ sollte ihr Vorgehen legitimieren. Im Haus beschlagnahmten sie dabei mehrere Pfefferspraydosen und improvisierte Schlagwaffen ohne dies schriftlich zu dokumentieren. Einigen Menschen, die sich im Flur befanden, wurde mit einer Taschenlampe in die Pupillen geleuchtet, die Personalien wurden festgestellt. Währenddessen durchsuchte eine andere Gruppe PolizistInnen den Garten und die Umgebung des Hauses, fingen dabei auch Personen ab, die über die Terrassentür das Haus verließen und zwangen sie zur Abgabe ihrer Personalien. Auf die Frage, warum denn niemand die Angreifer verfolge, gaben die PolizistInnen an, das würde von ihren KollegInnen übernommen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich allerdings zwei Wannen, ein Streifen- und ein Zivilwagen sowie etwa 20 BeamtInnen vor dem Haus, die Kapazitäten für eine Verfolgung der Neonazis waren also mehr als begrenzt.
Nicht nur die Schaulustigen, die die Opfer des Angriffs als „Scheiß Zecken“ titulierten, sondern auch einige Bullen machten sich über die Verletzten lustig, die blutüberströmt ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
Daher ist es kaum verwunderlich, dass nach den ZeugInnenvorladungen nun alle AntifaschistInnen Anzeigen wegen „gefährlicher Körperverletzung“ erhielten.
Auch die AnwohnerInnen, die zum großen Teil mit dem Initiator des Angriffs und Mitglied der Kameradschaft Gladiator Germania Daniel Bassen verwandt sind oder in engem Kontakt zu dessen Familie stehen, sagten zulasten der Linken aus, diese seien aus dem Haus gestürmt, um die friedliche Gruppe vorbeilaufender Neonazis zu attackieren. „Wir werden angegriffen und dafür werden wir angezeigt!“, formuliert es einer der Beteiligten treffend.

Am nächsten Tag gab es als Reaktion auf den Angriff eine Spontandemonstration in Tostedt. Vor dem Neonaziladen „Streetwear Tostedt“ in Todtglüsingen hatte sich eine 23- köpfige Gruppe bewaffneter Neonazis versammelt, Stefan Silar trug unter anderem ein Messer und Vogelschreck bei sich. Direkte gewaltsame Konfrontationen mit Neonazis gab es trotz mehrmaliger Provokation nicht. Dennoch wurden alle DemonstrationsteilnehmerInnen auf einer Bahnbrücke eingekesselt, komplett durchsucht und in einen Zug Richtung Hamburg gezwungen, obwohl mehrere Personen ihr Auto oder ihren Wohnsitz in Tostedt hatten oder eigentlich den Zug in die Gegenrichtung Bremen hätten nehmen müssen. Abseits des Bahnhofs wurden mehrere Autos kontrolliert, handelte es sich bei den Insassen um Jugendliche, erhielten sie einen Platzverweis für die gesamte Stadt Tostedt und wurden von Bullenwagen bis weit über die Ortsgrenzen hinaus über die Landstraße verfolgt.
Nach den Vorkommnissen dieser Tage bemühten sich mehrere PressevertreterInnen um Informationen bei der Polizei. Der Angriff in Wistedt wurde dabei auch bei mehrmaliger Nachfrage verschwiegen oder Informationen verweigert. Über die Spontandemonstration hieß es, gewaltbereite „Linksextremisten“ seien nach Tostedt gereist, um die Konfrontation mit den „Rechten“ zu suchen. Kein Wort über neonazistische Gewaltexzesse. Kein Wort über den Grund der Spontandemonstration. Kein Wort über bewaffnete Neonazis und Linke, die weder Steine noch Flaschen warfen geschweige denn die Bullen angriffen. Ähnlich lautete dann auch der Tenor in der Lokalpresse, wo die AntifaschistInnen auf unseriöse Weise diskreditiert wurden.

Die nächsten Wochen über herrschte massive Polizeipräsenz in ganz Tostedt. Tag und Nacht stand ein Zivilbullenwagen vor dem Neonaziladen, unpolitische Jugendliche wurden durchsucht, auch wenn sie nur auf dem Weg zur Skaterbahn waren, Streifenwagen sollten die Wohnhäuser der Neonazis schützen. Nur das Haus in Wistedt, das schützte niemand. Im Gegenteil, wer es versuchte, musste mit einem Platzverweis oder sogar einer Anzeige rechnen.
Eine Genossin in Wistedt wird seitdem von den Bullen bedrängt. Hausbesuche sind für sie alltäglich geworden, auch sexistische Kommentare musste sie sich dabei gefallen lassen. Auch sie erhielt mehrere Anzeigen. Durch diesen psychischen Druck wird nun probiert, sie zu einer Aussage zu nötigen, mit der sie sich oder andere belasten könnte.

Im Kontext der Polizeiwillkür unter Polizeipräsident Lehne müssen auch einige Vorkommnisse, die schon etwas länger zurück liegen, genannt werden. Nicht nur, dass er das Neonaziproblem in Tostedt mit der Aussage „Tostedt ist bunt, und braun ist auch eine Farbe“ dreist leugnete, bei einer Kundgebung der NPD am 3.4.2010 in Buchholz, der Nachbarstadt von Tostedt, trennte er 400 BündnisteilnehmerInnen, darunter nicht einmal 50 Linksautonome, durch ein völlig überzogenes Aufgebot von 900 Bullen, 3 Wasserwerfern, einer Hunde- und einer Pferdestaffel sowie Platzverweise ab den frühen Morgenstunden von etwa 50 NPD-MitgliederInnen auf dem hermetisch abgeriegelten Bahnhofsvorplatz.
Friedlicher Gegenprotest war unmöglich, daher kam es im Vorfeld der Neonazikundgebung zu einem Angriff auf den Lautsprecherwagen der NPD, bei dem nicht nur die Scheiben, sondern auch der Glatzkopf eines Insassen zerschmettert wurden.
Willkürlich wurden noch Stunden nach dem Angriff Personen verhaftet und versucht, einen Zusammenhang mit der Tat zu konstruieren.

Ähnlich willkürlich war das Vorgehen der „Ordnungshüter“ in Tostedt, als Ende Mai ein Neonazi schwer verletzt wurde. Das Auto eines Linken wurde etwa zwei Stunden nach der Tat angehalten, bei der Durchsuchung wurden weder Waffen noch irgendwelche Spuren gefunden, nur der Neonazi selbst will das Auto anhand des Nummernschildes wiedererkannt haben. Auf diese äußerst fragwürdige Zeugenaussage stützt die Polizei auch die überzogene Anklage des „versuchten Totschlages“.

Die Polizei ihrerseits sieht das Problem nicht bei sich selbst, sondern bei den politisch motivierten AktivistInnen von links. Anstatt gegen die wachsende Neonaziszene und deren ständige Radikalisierung vorzugehen, wird von einer „Gewaltspirale“ gesprochen. Statt die Opfer neonazistischer Gewalt zu schützen, werden linke AktivistInnen massiver Repression ausgesetzt. Und anstatt unvoreingenommen und sachlich über die Ereignisse zu berichten, damit jedeR PressevertreterIn und jedeR BürgerIn sich ein eigenes Bild machen kann, werden vorsätzlich rechte Gewalttaten verschwiegen, AntifaschistInnen kriminalisiert und Ereignisse völlig verdreht dargestellt.

Für die Bullen und die BewohnerInnen des Landkreises stellen nicht die Neonazis und ihre menschenverachtende Ideologie, sondern lediglich die Anwendung körperlicher Gewalt ein Problem dar. AntifaschistInnen und Neonazis werden auf vermeintliche Gewaltbereitschaft reduziert, Inhalte und Hintergründe des Handelns dabei völlig ausgeblendet.

Umso wichtiger ist die Solidarität innerhalb der linken Szene mit allen betroffenen GenossInnen. Es ist abzusehen, dass die Bullen versuchen werden, mit willkürlichen und viel zu hohen Strafen ein Exempel an den Beteiligten zu statuieren, damit aus Angst vor Konsequenzen in Zukunft jeder antifaschistische Protest in Tostedt im Vorfeld unterbunden wird.

Diesem Druck werden wir uns nicht beugen.
Wir lassen unseren Protest nicht kriminalisieren! Wir werden auch weiterhin die Neonazis aus ihrer Deckung holen – in Tostedt und überall sonst.

Solidarität jeder Form ist ausdrücklich erwünscht.

- Krautdetection

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02.07. – „Bargteheide bleibt bunt!“ – Demo http://42vive.blogsport.de/2010/06/30/02-07-bargteheide-bleibt-bunt-demo/ http://42vive.blogsport.de/2010/06/30/02-07-bargteheide-bleibt-bunt-demo/#comments Wed, 30 Jun 2010 11:07:46 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/06/30/02-07-bargteheide-bleibt-bunt-demo/ Das Bargteheider Bündnis gegen Rassismus ruft zu Demo auf:

„In den letzten Monaten tauchten vermehrt faschistische und rassistische Gruppierungen in den Städten und Dörfern im Kreis Stormarn auf.
Als Reaktion auf diese beunruhigende Bewegung gründete sich das
Antirassistische Bündnis Stormarn (ABS), welches sich aus Parteien,
Organisationen und Einzelpersonen zusammensetzt und Augen öffnen
möchte für die Aktivitäten der neuen Nazis.

Wir als Bündnis verurteilen den Aufmarsch von ca. 60 Neonazis in der
Bargteheider Innenstadt am Samstag, den 19. Juni. Zum ersten Mal seit
Ende des Faschismus konnten ungehindert Nazis durch Bargteheide
marschieren und Kundgebungen abhalten. Wir sehen es als unsere Pflicht
an, dafür zu sorgen, diesen Marsch der Nazis nicht gänzlich unbeantwortet
zu lassen!

Für uns darf sich die deutsche Geschichte nicht wiederholen und Faschismus
und Rassismus darf keine Akzeptanz in der Gesellschaft finden! Wir wenden
uns gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und
Rassismus. Denn sie sind mit einer toleranten und offenen Gesellschaft nicht
vereinbar. Wir wollen ein buntes Bargteheide! Diese Vorstellung wird von den
neuen Formen der Nazis in und um Bargteheide zerstört. Nun liegt es an uns,
dieser Bewegung entgegenzuwirken.

Aus diesem Grund ruft das Antirassistische Bündnis Stormarn zur Teilnahme
an einem friedlichen, gewaltfreien Protest am 2. Juli gegen die vergangen
Ereignisse auf: Das Nazi-Problem in Stormarn ist nicht mehr zu leugnen!
Nun liegt es an uns, den demokratischen Bürgerinnen und Bürgern
Bargteheides und ganz Stormarns, für das Problem zu sensibilisieren und
nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Bunt wollen wir auf die Straße gehen
und zeigen, dass wir für ein vielfältiges und tolerantes Bargteheide stehen.
Jung und Alt – alle wollen wir gemeinsam am 2. Juli ab 16 Uhr ab Bahnhof
durch Bargteheide ziehen und bunt für unser Ziel Präsenz zeigen:

„Bargteheide bleibt bunt – keine Nazis in Stormarn und anderswo!“

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Wir haben keine Naziproblem in Schleswig Holstein… http://42vive.blogsport.de/2010/06/22/wir-haben-keine-naziproblem-in-schleswig-holstein/ http://42vive.blogsport.de/2010/06/22/wir-haben-keine-naziproblem-in-schleswig-holstein/#comments Tue, 22 Jun 2010 11:38:24 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/06/22/wir-haben-keine-naziproblem-in-schleswig-holstein/ Mal ein kleine Aktionsübersicht der Faschos in Schleswig Holstein, nur in der letzten Woche! Danke an die Autonome Antifa-Koordination Kiel.

http://de.indymedia.org/2010/06/284626.shtml

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Bass Down Fascism part II http://42vive.blogsport.de/2010/05/31/bass-down-fascism-part-ii/ http://42vive.blogsport.de/2010/05/31/bass-down-fascism-part-ii/#comments Mon, 31 May 2010 12:24:45 +0000 Administrator Cafe http://42vive.blogsport.de/2010/05/31/bass-down-fascism-part-ii/ the fight ain‘t over yet…

Am 5.6. machen wir mal wieder eine Soliparty im 42. Neben lauter Bassmusic gegen Nazis tun wir auch gutes. Durch die Einnahmen wollen wir die Organisation Fluchtpunkt ( ) und den Infoladen Wilhelmsburg ( )finanziell unterstützen.

Also, sagt euren Freunden bescheid, kommt alle, tanzt, feiert und lacht mit uns für nen guten Zweck!

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Blutiger Naziangriff in Wistedt http://42vive.blogsport.de/2010/05/26/blutiger-naziangriff-in-wistedt/ http://42vive.blogsport.de/2010/05/26/blutiger-naziangriff-in-wistedt/#comments Wed, 26 May 2010 11:26:16 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/05/26/blutiger-naziangriff-in-wistedt/

23.05.2010 / Wistedt:
Der niedersächsische Landkreis Harburg kommt nicht zur Ruhe. Seit Monaten hinterlassen organisierte Neonazis in der Region eine Spur der Gewalt. Übergriffe sind an der Tagesordnung. So auch am vergangenen Wochenende, als rund 15 militante Neonazis eine Wohngemeinschaft in der Gemeinde Wistedt attackierten. Angesichts der derzeitigen Explosion an Gewaltakten wirkt das Verhalten staatlicher Stellen zunehmend befremdlich. Die nationalsozialistische Ideologie der TäterInnen und der von ihnen propagierte „Kampf um die Straße“ werden von den zuständigen Behörden konsequent in Abrede gestellt, geleugnet und verheimlicht. Geplante Gewalttaten von Neonazis werden zu „Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Jugendgruppen“ herunter gespielt, Opfer zu Täter_innen umgedeutet.

Die jüngste Attacke am vergangenen Sonntag im niedersächsischen Wistedt offenbarte abermals den derzeitigen Grad der Eskalation. In den frühen Morgenstunden verschafften sich bewaffnete Neonazis gewaltsam Zugang zu einem Wohnhaus. Ihr Ziel: politische Gegner_innen. Mit brachialer Gewalt schlugen die Angreifer auf Körper und Köpfe der Betroffenen ein. Die Bilanz des Überfalls: zwei Schwerverletzte, die im Krankenhaus notversorgt werden mussten. Zuvor hatten die Angreifer ihre Opfer mit Spaten traktiert. „Der ganze Flur war voller Blut“ berichteten Zeug_innen des Angriffs im Nachhinein.

Die Tat ereignete sich indes nicht ohne Vorankündigung. Das Gebäude war bereits in der Vergangenheit Ziel von Angriffen. Mehrfach wurden vor dem Anwesen neonazistische Hetzparolen und Drohungen gegröhlt, Scheiben wurden zertrümmert. Und auch der jüngste Vorfall kam nicht überraschend. Bereits am Vorabend der Tat versammelte sich in Wistedt eine Gruppe Neonazis, schmierte Parolen und kündigte die geplante Attacke lauthals an. Auch am darauf folgenden Tag neigte man nicht zu verborgenem Vorgehen. Wenige Stunden vor dem Angriff versammelten sich die beteiligten Neonazis, weithin sichtbar, vor dem Jugendzentrum in Tostedt und zogen von dort aus ins benachbarte Wistedt.

Nur wenige Wochen zuvor ereignete sich eine ähnliche Tat im nahe gelegenen Hollenstedt, als vermummte Neonazis ins Innere einer Wohnung eindrangen. Die bewaffneten Angreifer agierten ebenso gewaltbereit wie kompromisslos, schlugen und traten gezielt auf die Köpfe der am Boden liegenden Personen ein und verletzten diese zum Teil schwer. Auch hier galt die Attacke politischen Gegner_innen. Politische Motive, die sich in einem anschließend veröffentlichten Polizeibericht nicht wiederfinden. Dass die namentlich bekannten Angreifer den neonazistischen Gruppen „Nationaler Widerstand Tostedt“ sowie „Gladiator Germania“ zuzurechnen sind – ein eindeutiges Indiz für eine politische Motivation – wurde schlicht ausgeklammert. Die Pressestelle der Polizeidirektion Tostedt degradierte den Vorfall stattdessen zu einem persönlichem Streit, der seit „geraumer Zeit“ existiere.

Die beiden Gruppierungen gehören zum militanten Netzwerk der „Nationalen Sozialisten Niedersachsen“ (NASO-N), einem organisatorischen Dachverband niedersächsischer Neonazis, welches der Koordinierung politischer Aktivitäten dient – und scheinbar auch der Planung von Gewalttaten, wie die jüngsten Vorfälle vor Augen führen. Neben den, im Landkreis Harburg operierenden, Neonazigruppen gehören Kameradschaftsgruppen aus Schneverdingen, Celle, Hannover, Lüneburg, Uelzen, Hildesheim und Schaumburg zur Organisationsstruktur.

Angesichts der Vorfälle werfen nicht nur die, in den polizeilichen Pressemitteilungen verbreiteten, Einschätzungen Fragen auf. Zweifelhaft ist auch der von den Behörden praktizierte Umgang mit den Betroffenen. Opferschutz scheint hier ein Fremdwort. Wie auch am vergangenen Wochenende in Wistedt. Einsatzkräfte der Polizei, welche den Ort des Geschehens erreichten, versuchten stattdessen ihrerseits das Gebäude zu stürmen. In dem Wohnhaus hatte sich zu diesem Zeitpunkt eine größere Gruppe Antifaschist_innen versammelt, welche den Betroffenen zu Hilfe geeilt war. Eine Begründung für das gewählte Vorgehen lieferten die eingesetzten Beamten hingegen nicht. Ein karges „Wir dürfen das!“ ersetzte den Durchsuchungsbeschluss und rechtfertigte die anschließende Umstellung des Hauses. „Es ging um die Feststellung der Personalien“, so ein Anwohner. Von den Angreifern fehlte zu diesem Zeitpunkt bereits jede Spur.

Zumindest bis zum nächsten Tag. Als Reaktion auf die Ereignisse des Vortages formierte sich am gestrigen Montag eine Spontandemonstration in Tostedt. In Sprechchören wurde auf die gewaltsamen Aktivitäten der Neonaziszene aufmerksam gemacht. Deren AnhängerInnen hatten sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Ladengeschäft „Streetwear-Tostedt“, einem neonazistischen „Szeneladen“ im benachbarten Todtglüsing versammelt. Unter ihnen auch Mitglieder der sogenannten „Snevern Jungs“, einer als gewaltbereit geltenden Neonazigruppierung aus Schneverdingen. Als sich der antifaschistische Demonstrationszug dem Gebäude näherte, griff die Polizei ein und umstellte die Demonstration. Die angereisten Neonazis versuchten daraufhin die nun Eingeschlossenen zu attackieren. Es kam zu Festnahmen. Mehrere Mitglieder der „Gladiator Germania“ fanden sich anschließend in vorrübergehendem Polizeigewahrsam wieder. Unter ihnen auch Stefan Silar, seines Zeichens Betreiber des „Streetwear Tostedt“.

Die Verdrängung der Neonaziproblematik verschafft sich indes weiter Raum. Den Betroffenen in Wistedt wurde aufgrund der Attacke der Mietvertrag inzwischen fristlos gekündigt.

(von Recherche Nord)

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Die Innenministerkonferenz unsicher machen! http://42vive.blogsport.de/2010/05/04/die-innenministerkonferenz-unsicher-machen/ http://42vive.blogsport.de/2010/05/04/die-innenministerkonferenz-unsicher-machen/#comments Tue, 04 May 2010 07:48:52 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/05/04/die-innenministerkonferenz-unsicher-machen/ Die Innenministerkonferenz (IMK) ist eine seit 1954 regelmäßig stattfindende Konferenz der Innenminister bzw. -senatoren der Bundesländer unter Beteiligung verschiedener Sicherheits-, Verfassungsschutz- und Polizeiorgane. Sie findet zweimal im Jahr statt und wechselt jährlich den Ort. Dieses Jahr liegt der Vorsitz bei Innensenator Christoph Ahlhaus in Hamburg, wo zunächst am Donnerstag und Freitag, 27. & 28. Mai 2010 die reguläre Frühjahrskonferenz stattfinden soll.

Auf der Tagesordnung stehen immer Themen rund um den Begriff „Innere Sicherheit“: Verfassungsschutz- und Polizeiangelegenheiten, „Ausländerrecht“, „Bekämpfung des Terrorismus“. Die IMK formuliert für bundesdeutsche Politik ausschlaggebende Gesetzesinitiativen: Es geht um die Ausweitung und Verschärfung des Überwachungs- und Kontrollapparates, um die Erhaltung, Festigung und Verteidigung bestehender kapitalistischer Wirtschaftsordnung und Machtverhältnisse dieses Staates – nach Innen und nach Außen.
Der organisierte Widerstand gegen die IMK wurde bis heute fast ausschließlich als traditioneller Kampf der
Anti-Ra-Bewegung geführt. Dieses Jahr ist es anders: Der No-IMK-Vorbereitungskreis besteht aus einem breit gefächertem Spektrum linker Bewegungen! Im Mai und vor allem im November werden wir gemeinsam die Innenministerkonferenz delegitimieren, stören, unsicher machen!

Kommt alle nach Hamburg! Anlaufpunkt/Infopoint ab 27.05.: Centro Sociale, Sternstr. 2, HH

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01. Mai bleibt nazifrei! http://42vive.blogsport.de/2010/04/13/01-mai-bleibt-nazifrei/ http://42vive.blogsport.de/2010/04/13/01-mai-bleibt-nazifrei/#comments Tue, 13 Apr 2010 11:37:08 +0000 Administrator Politik http://42vive.blogsport.de/2010/04/13/01-mai-bleibt-nazifrei/ geschrieben von www.1-mai-nazifrei.tk

Wenn Nazis marschieren, werden wir blockieren!

Der 1.Mai ist der Tag, an dem weltweit für gleiche Rechte und für ein besseres Leben für alle Menschen demonstriert wird. Der Tag, an dem für ein Leben ohne Krieg, Ausbeutung, Sexismus, Diskriminierung von Lesben, Schwulen und Trans*menschen, Rassismus und Antisemitismus gekämpft wird. Der Tag für ein schöneres Leben und ganz sicher eines ohne Nazis!

Ausgerechnet am 1.Mai wollen Nazis in Berlin demonstrieren. Für sie ist der 1. Mai der „Tag der deutschen Arbeit“. Mit rassistischen Parolen wie „Arbeitsplätze nur für Deutsche“ oder „Gute Heimreise“ hetzen sie gegen Migrannt_innen und wollen alle, die hier leben, in Menschen erster und zweiter Klasse einteilen. Nicht mit uns!

Wie schon in den 1930er Jahren, versuchen die Nazis die Weltwirtschaftskrise für ihre Propaganda zu nutzen. Sie projizieren in rassistischer und antisemitischer Manier die Verantwortung für die Wirtschafts- und Finanzkrise auf Sündenböcke. Klar ist, die Antwort der Nazis auf die Soziale Frage bedeutet Ausgrenzung, Vernichtung und Krieg.

Erinnern wir uns: Am 2. Mai 1933 stürmte die SA die Gewerkschaftshäuser. Gewerkschafter_innen gehörten zu den ersten, die in den Gefängnissen und Konzentrationslagern der Nazis landeten. Zahlreiche Gewerkschafter_innen wurden ermordet. Am Ende standen der Vernichtungskrieg der Naziwehrmacht und der Holocaust an über sechs Millionen Jüd_innen, Sinti und Roma und anderen. Das alles können wir nicht ungeschehen machen, aber ob die Nazis auf unseren Straßen marschieren können oder nicht, das liegt an uns!

Die Millionen Opfer in Konzentrations- und Vernichtungslagern und in dem vom Nazi-Deutschland entfachten Weltkrieg mahnen uns: nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg.

Bunter Widerstand – vereint im Zivilen Ungehorsam

Wir werden uns auch in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen.

Am 1. Mai in Berlin – Nazis gemeinsam blockieren!

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