Mehr als nur ein Naziaufmarsch…

Der Naziaufmarsch, am 27. März in Lübeck, ist weit mehr als nur ein erneutes aufmarschieren brauner Geschichtsverdreher. Dieser Aufmarsch ist besonders für die Stormarner Neo-Naziszene eine gute Gelegenheit für ihre rassistische und antisemitische „Politik“ Propaganda zu betreiben.

Ein wiedererstarken rechter Strukturen und Gewalt ist in Stormarn mittlerweile nicht mehr zu leugnen. Auch in Ahrensburg und Großhansdorf versuchen „freie nationale Kräfte“ an Einfluss zu gewinnen. Immer mehr menschenverachtende rechte Aufkleber und Schmierereien sind an Schulen, Bahnhöfen oder Jugendzentren zu finden.

Sorgt dafür, das ein weiteres aufkeimen rechter Strukturen in Stormarn und Schleswig-Holstein unmöglich bleibt. Fahrt am 27. März nach Lübeck und setzt ein Zeichen gegen Faschismus.

Weitere Informationen über den Naziaufmarsch in Lübeck und rechte Strukturen in Stormarn erhaltet ihr immer dienstags beim Café im 42.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Nazis in Lübeck stoppen!!!

Am 27. März wollen die Nazis in Lübeck wieder ihren „Trauermarsch“ veranstalten. In den vergangenen Jahren war es mit Protesten und Blockadeaktionen zwar gelungen, die Nazis aus der Innenstadt zu drängen, aber dennoch konnten sie unter massivem Polizeischutz immer wieder marschieren.

Mit dem Erfolg von Dresden im Rücken wollen wir in diesem Jahr einen Schritt weiter gehen: Die Nazis sollen keinen Meter gehen!

Die Route des Naziaufmarsches ist jetzt bekannt und ist von den Nazis auch akzeptiert worden. Die Strecke liegt erneut hinter dem Bahnhof und verläuft beiderseits der Fackenburger Allee (siehe Karte unten).

Es soll vom Bündnis „Wir können sie stoppen“ insgesamt vier Blockadepunkte geben, die von vornherein offen beworben werden und die gesamte Strecke effektiv blockieren.

Dazu gehört auch dieses Jahr die große Kundgebung des Bündnisses „Wir können sie stoppen“ auf dem Bahnhofsvorplatz und ein zweiter Punkt am Hinterausgang des Bahnhofs bei der St.-Lorenz-Kirche. Zusätzlich sollen insbesondere organisierte Gruppen von auswärts direkt einen der beiden weiteren Punkte (Ziegelteller und Kreuzung Schwartauer Allee / Katharinenstraße) besetzen, um sicherzustellen, dass ein Nazimarsch durch den Stadtteil dieses Jahr nicht durchsetzbar sein wird.

Die Stimmung in Lübeck ist gut und dieses Jahr so offen für Aktionen des Zivilen Ungehorsams wie selten. Ausdruck davon ist u.a. die Lübecker Erklärung, in der zahlreiche Menschen aus unterschiedlichsten Initiativen, Verbänden und Parteien erklären: „Wir sind entschlossen, den Aufmarsch der Nazis zu verhindern. Wir sind solidarisch mit allen, die dieses Ziel mit uns teilen.Wir wollen das in gemeinsamen und gewaltfreien Aktionen erreichen. Wir werden den Nazis mit Blockaden zeigen, dass wir sie weder in Lübeck noch anderswo dulden.“

Um Missverständnisse zu vermeiden: Dies ist keine Distanzierung von Gruppen und AntifaschistInnen, die weitergehende Aktionsvorstellungen haben, sondern beschreibt lediglich die Aktionsvereinbarung für die genannten 4 Blockadepunkte. Die Solidarität wird ausdrücklich allen AntifaschistInnen versichert, die das Ziel der Verhinderung des Aufmarsches teilen.

09.03. – Zeitzeugengespräch beim Café

Am vergangenen Dienstag fand beim Café im 42 eine Gesprächsrunde mit Zeitzeugen des NS-Regimes statt. Zu diesem Anlass fanden sich am frühen Abend 10 Zeitzeugen, sowie ca. 20 junge Erwachsene im 42 ein. Unter den Zeitzeugen befanden sich vom ehemaligen Soldaten, über Regimegegner bis zu einer Dame, welche das komplette 3. Reich in Ahrensburg erlebt hat. Es entwickelte sich schnell eine rege Unterhaltung und man merkte den Senioren an, dass es auch für sie eine angenehme Abwechslung war, einmal nicht vor einer Schulklasse zu sprechen und auch Fragen, welche nicht die logische Folge des durchschnittlichen Geschichtsunterricht sind, beantworten zu können. Nach vielen bedrückenden, aber auch manch lustiger Episode, inkl. des Vortrags eines kurzen, für die damalige Zeit sehr subversiven Gedichts und durchaus auch einigen kontroversen Diskussionen über Rassismus und Faschismus damals und heute, machte sich das Gros der Besucher gegen 20°°h auf den Heimweg, was widerum nur dazu führte, das die verbliebenen 3 älteren Herrschaften und 5 bis 6 Übrigen eine umso leidenschaftlichere Diskussion führten.
Man muss diesen Menschen wirklich Hochachtung entgegen bringen, immerhin berichten sie von sehr einschneidenden und teilweise äusserst traumatischen Erlebnissen und beantworten dazu vorallem auch, scheinbar uneingeschränkt, jede Frage. Auch die Offenheit mit der sie mit der, teilweise eigenen, Verblendung, selbstkritisch umgehen ist höchst beeindruckend.
Wir können nur jedem ans Herz legen die Möglichkeit zu nutzen mit Augenzeugen dieser grösstmöglichen Katastrophe zu sprechen, solange es diese noch gibt.

Solidarisierung mit der alten Meierei, nochmal das ganze!

In der Nacht zum 20. Ja­nu­ar 2010 wurde das linke Kul­tur-​ und Wohn­pro­jekt Alte Meie­rei in Kiel mit schar­fer Mu­ni­ti­on be­schos­sen. Min­des­tens zwei Schüs­se wur­den auf ein be­leuch­te­tes Fens­ter des Wohn­be­reichs ab­ge­feu­ert. Die Pro­jek­ti­le durch­schlu­gen das Fens­ter und tra­fen die Decke des Zim­mers. Eine Per­son, die sich zeit­gleich in dem Raum auf­hielt blieb glück­li­cher­wei­se un­ver­letzt.

Die Schüs­se auf die Alte Meie­rei kom­men mit hoher Wahr­schein­lich­keit aus dem Spek­trum der Neo­na­zi­sze­ne – sie sind nicht vom hei­te­ren Him­mel ge­fal­len. Dass Neo­na­zis immer wie­der durch den Ge­brauch von Schuss­waf­fen und Mor­den an ihren Geg­ne­rIn­nen und Men­schen, die nicht in ihr Welt­bild pas­sen, auf­fal­len, ist weder in der BRD noch an­ders­wo etwas Neues. Es ist nicht über­ra­schend, dass auch die lo­ka­le Neo­na­zi­sze­ne Zu­gang zu Schuss­waf­fen hat: Nach­weis­li­che Ver­wick­lun­gen von schles­wig-​hol­stei­ni­schen Neo­na­zis, die teils in Ver­bin­dung zur Kie­ler Na­zi­sze­ne ste­hen, in den Waf­fen­han­del sind be­kannt. Und nicht zu­letzt zielt die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Ideo­lo­gie pro­gram­ma­tisch auf die ras­sis­tisch und an­ti­se­mi­tisch mo­ti­vier­te Ver­nich­tung und der ge­walt­sa­men Un­ter­drü­ckung von Men­schen ab.

So­li­da­ri­siert euch mit der Alten Meie­rei und allen Be­trof­fe­nen fa­schis­ti­scher Ge­walt!
Kommt am 13.​03.​2010 zur an­ti­fa­schis­ti­schen De­mons­tra­ti­on nach Kiel!

Antirassistische Demo wg. Tod eines Jugendlichen in Abschiebehaft, heute Dienstag, 18.00 Uhr U/S Sternschanze.

Antirassistische Demo wg. Tod eines Jugendlichen in Abschiebehaft, heute Dienstag, 18.00 Uhr U/S Sternschanze.

Presseerklärung der LINKEN

Der siebzehnjährige Flüchtling David. M. wurde nach Angaben der Justizbehörde gestern tot im Gefängniskrankenhaus aufgefunden. Der aus Georgien stammende Jugendliche war ohne Erziehungsberechtigte eingereist und seit dem 9. Februar durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg in Abschiebehaft. Weil David M. die Nahrungsaufnahme verweigerte, wurde er am 25. Februar in das Zentralkrankenhaus der Untersuchungshaftanstalt verlegt. Dort soll er einen Tag vor seinem Tod das erste mal wieder etwas gegessen haben.

weiterlesen:
http://www.keine-stimme-den-nazis.org/index.php?option=com_content&task=view&id=2598&Itemid=34

Café am 02.03. und 09.03.

Hola amigos e amigas!
Am morgigen Dienstag gibt´s bei uns im Café natürlich wieder lecker vegane VoKü. Diesmal mit fantastischen Hot Dogs.
Wir müssen euch aber leider auch mitteilen, dass das Café am 9.03. leider ausfällt. Wir sehen uns dann in der darauffolgenden Woche in gewohnter Frische wieder! Vive carajo!

Nachtrag zu Samstag, 27.02.

Sa., 27. Februar Kundgebung der NPD 11-12 Uhr Winterhuder Marktplatz. Protestkundgebung der Linken:10.30-12.30 Uhr vor Ort. Hingehen! Weitersagen!

Samstag Nazidemo in Hamburg-Nord!?

27.2.

Nachdem ein Infostand der NPD von den Hamburger Behörden nicht genehmigt wurde, wollen Hamburger Nazis nun eine Kundgebung gegen Behördenwillkür am Samstag an der Kreuzung Hartzloh / Fuhlsbüttler Str. abhalten! Auch ein Versuch beim Verwaltungsgericht den Infostand zu erzwingen scheiterte.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft zur Teilnahme an einer Gegenkundgebung unter dem Tenor ‚Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Mit gewaltfreien Sitzblockaden der neonazistischen Gewalt solidarisch entgegentreten!‘ am Samstag ab 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr an der Fuhlsbüttler Str./Hartzloh vor der Buchhandlung Recht-Ullrich auf! Also mobilisiert euch und erscheint zahlreich!

Weitere Infos auf http://www.keine-stimme-den-nazis.org/!

Solidarität mit der Alten Meierei

In der Nacht zum 20. Januar 2010 wurde das linke Kultur- und Wohnprojekt Alte Meierei in Kiel mit scharfer Munition beschossen. Mindestens zwei Schüsse wurden auf ein beleuchtetes Fenster des Wohnbereichs abgefeuert. Die Projektile durchschlugen das Fenster und trafen die Decke des Zimmers. Eine Person, die sich zeitgleich in dem Raum aufhielt blieb glücklicherweise unverletzt.

Die Schüsse auf die Alte Meierei kommen mit hoher Wahrscheinlichkeit aus dem Spektrum der Neonaziszene – sie sind nicht vom heiteren Himmel gefallen. Dass Neonazis immer wieder durch den Gebrauch von Schusswaffen und Morden an ihren GegnerInnen und Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, auffallen, ist weder in der BRD noch anderswo etwas Neues. Es ist nicht überraschend, dass auch die lokale Neonaziszene Zugang zu Schusswaffen hat: Nachweisliche Verwicklungen von schleswig-holsteinischen Neonazis, die teils in Verbindung zur Kieler Naziszene stehen, in den Waffenhandel sind bekannt. Und nicht zuletzt zielt die nationalsozialistische Ideologie programmatisch auf die rassistisch und antisemitisch motivierte Vernichtung und der gewaltsamen Unterdrückung von Menschen ab.

Solidarisiert euch mit der Alten Meierei und allen Betroffenen faschistischer Gewalt!
Kommt am 13.03.2010 zur antifaschistischen Demonstration nach Kiel!

Vegetarische Küche und Fair Trade

Am kommenden Dienstag wird es beim Café im 42 wieder etwas vegetarisches zu essen geben.
Dazu wird es Infomaterial zum Thema „Fair Trade“ geben. Auch werden wir versuchen, dass es ab jetzt immer fair gehandelte Snacks und andere Dinge bei uns zu erwerben gibt.